Die Gemeinderäte
So ein Bürgermeista hat meist sehr viel zu tun. Und weil er das alleine nie schaffen kann, hat er natürlich Mitarbeiter in seiner Verwaltung, die er mit besonderen Aufgaben betreut. Einige sind ihm dabei sehr ans Herz gewachsen:
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Scharf wie ungarische Paprika, |
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In einer weltoffenenen Gemeinde gibt es natürlich auch einen Integrationsbeauftragten: Paulo, ein portugiesischer Holländer, wollte eigentlich nach Brasilien auswandern und ist aus Versehen – zu unserem Glück - in Bayern gestrandet. Paulo ist zudem weltweit der einzige Sänger, dessen Stimme über ein Midi-Interface im Hintern angesteuert werden kann (sein Chorgesang beweist dies auf unzähligen Produktionen). Dass er nicht alles versteht, was er auf bayerisch singt, wird vom örtlichen Trachtenverein tolerant hingenommen... |
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Der Herrscher über das komplette Stadtarchiv ist Marco. Zwischen alten Tonbändern und summenden Festplatten fühlt er sich wohl, sortiert und mixt die ungewöhnlichsten Sounds und bastelt das Ganze - zum Wohl der Gemeinde - neu zusammen. Als Vorstandsvorsitzender des Vereins bayerischer Rhythmiker e.V. steht er dem Bürgermeista mit Rat und Tat in Sachen Groove zur Seite. Das es für den örtlichen Stammtisch manchmal etwas ungewohnt klingt, hat ihn dabei noch nie gestört... |
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Das Fundament. Keiner lächelt so charmant und lässt dabei deine Hosenbeine flattern. |
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Schon in jungen Jahren brachte es der aus dem Berchtesgadener Land stammende Schlagzeuger, durch die Erfindung des extraweichen Schlagklöppels, zu beträchtlichem Ansehen in der Marschmusikszene. Mittlerweile hat er sich ernsteren, gesellschaftskritischen Themen zugewandt. Seine These zur Betrachtung der sozialen Isolation "im Keller übender Schlagwerker" mit dem Titel "I was born in a Basedrum" findet international große Beachtung. |
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Ein Glücksfall für alle Beteiligten, dass Toms Karriere in der Blaskapelle der Nachbarsgemeinde aufgrund zu einseitiger Musikauswahl ein jähes Ende nahm. Als Mitglied der legendären "Wähler" hat er endlich alle Freiheiten und bringt uns und Herrn Siegel die Existenz von mehr als 8 Tönen erfrischend zu Gehör. Nebenbei versucht er sich auch als erfolgreicher Schriftsteller: Sein Buch mit dem Titel: "Was ist der Unterschied zwischen einem Saxophon und einem Sack Zement - Blas mal rein!" verkaufte sich bis heute in einer Auflage von mehr als 500 Stück. |
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Unser Band-Österreicher, der als Abgesandter der Schnitzel-Sachertortendynastie darauf achtet, dass bei jeder Hofveranstaltung alle Zeremonien der fröhlichen Gelassenheit genauestens eingehalten werden. Zudem ist der gelernte Druckluftspezialist für klein gewickelte Messinginstrumente als "Herr Oberinspektor" anzusprechen und im Hofamt für die hohe Luftbeschleunigung im Bläsersatz der "Wählers" verantwortlich. Ob es an der Alpenluft liegt, dass er hierbei manchmal über die notierten Linien hinausschießt - man weiß es nicht... |
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Dirk Janoske Leidenschaftlicher Sportdirektor des örtlichen Fußballvereins und der am besten Posaune spielende "Löwe" in unserer Gemeinde (der Einzige, um ehrlich zu sein...). Sein Spiel wird in Fachkreisen gerne als kontrollierte Offensive bezeichnet. Auf Tour berät er den kompletten Gemeinderat in Sachen "Fitness und Ernährung", was bei einigen zu fortgeschrittener Stunde partielle Desorientierung und Nachtblindheit auslöst. Sein Motto: "Einmal Wähler immer Wähler!" |
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Um die Blechbläser vom örtlichen Musikverein im Zaum zu halten, braucht es einen Kapellmeister mit ungewöhnlicher Willenskraft und Trinkfestigkeit: Der ehemalige Leiter der örtlichen Kreismusikschule - unser Herr Pusch mit der eisernen Leber - ist hier in seinem Element. Denn der Reggae in Bayern bedarf einer missionarischen Ader... |
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Marc Greiss
Im jahrelangen Abstiegskampf des örtlichen Fußballvereins wurde klar, dass es vor allem einen lautstarken Stadionsprecher braucht. Und dafür hat Marc, der städtische Tontechniker eine wohldimensionierte Lösung gefunden: Tonnenschwere Boxen versperren den gegnerischen Stürmern die Sicht auf unser Tor, in den Umkleiden stehen jetzt Verstärkertürme und sein Mischpult nimmt die Hälfte des Spielfelds ein. Aber der Sound ist sagenhaft...! |
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Der ehemalige Hausmeister hat eine steile Karriere hingelegt und ist mittlerweile bei den örtlichen Stadtwerken für die Stromversorgung zuständig: Für Kilian kann kein Drehknopf zu groß, keine Röhre zu heiß und kein Schalter dick genug sein. Im Keller des Rathauses lötet er nächtelang an alten Volksempfängern - hier nimmt der Bürgermeista auch seine Songs auf. Wenn gerade mal alles funktioniert... |
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Wenn sich bei einem unserer Gemeindefestivitäten ein schwarz gekleideter Mann eiligen Schrittes und mit riesiger Kamera dem Geschehen nähert, kann es sich nur um unseren allseits beliebten und über die Stadttore hinaus bekannten Fotografen Harry handeln. Von dem Plakatentwurf für das Dorffest bis hin zum Bannen kultureller Highlights auf Zelluloid (z. B. der Auftritt der Greindlfinger Goaßlschnoizer) – die Herausforderung kann nicht groß genug sein. Dass er sich dafür gerne in Rotwein ausbezahlen lässt, kommt bisweilen auch dem Bürgermeista sehr zugute... |











